Kultur

Ein Unternehmen, das zukunftsfähig sein will, braucht den Wandel. Wir glauben an den Fortschritt; das zeigt unsere Unternehmensgeschichte. Denn von der Architektur und dem Schiffsbau kommend hat sieger design sukzessive die Leistungen Marketing, Design, Kommunikationsdesign, Designmanagement sowie Public Relations integriert und etabliert. Sich weiterzuentwickeln, ohne die eigenen Wurzeln zu verkennen, ist bei uns gelebte Philosophie. Unsere Verantwortung gegenüber langjährigen Partnern, engagierten Mitarbeitern und der Gesellschaft nehmen wir ernst und an.

Schloss Harkotten
Die Kultur unseres Familienunternehmens ist geprägt von dem Respekt vor Historie und Tradition einerseits sowie Offenheit und Toleranz andererseits. Schloss Harkotten, Firmensitz von sieger design seit 1988, ist kultureller Hort und kreative Werkstätte zugleich. 1754 von den Freiherren von Ketteler erbaut, kontrastieren heute historische Details mit Objekten gegenwärtiger Gestalter. Hier zeigen sich unser Anspruch und Konzept: dem genius loci in einer modernen Interpretation respektvoll zu begegnen. Selbst entworfene Büromöbel, Designobjekte befreundeter Künstler und zeitgenössische Kunst gehen eine Symbiose mit den alten Barockböden und -decken ein. Die Ateliers und Büros, die gut sortierte Fachbibliothek und die hauseigene Modellbau-Werkstatt mit Wasserlabor finden auf über 2.000 qm ihren Platz.

Skulpturenpark
Die Achtsamkeit und Sorgfalt, die die Familie bei der Restaurierung des Schlosses walten ließ, sieht man auch dem 10.000 Quadratmeter großen Skulpturenpark an. Der belgische Gartenarchitekt Jacques Wirtz gestaltete die Außenanlagen sehr klar nach antikem Ordnungsprinzip. Im restaurierten Garten findet sich heute eine Sammlung zeitgenössischer Kunstobjekte, die durch Firmengründer Dieter Sieger, seinen Sohn Michael Sieger sowie befreundete Designer und Künstler gefertigt wurden. Alessandro Mendini, Wegbereiter der Mailänder Designschulen Memphis und Alchemia, schuf die mit 25.000 Bisazza-Glassteinen besetzte Skulptur „Monumentino", die sich auf dem Schlossvorplatz befindet. Ettore Sottsass, Nestor des italienischen Designs und guter Freund der Familie Sieger, war von indischer Baukunst und Meditationsweisen beeinflusst und entwickelte für Schloss Harkotten einen Pavillon zum Entspannen und kreativen Nachdenken. Die Skulptur von Fabrizio Plessi auf der gegenüberliegenden Seite des Parks setzt einen interessanten Spannungsbogen zu Sottsass Arbeit. „Humid Soul", so der poetische Titel seines Werks, ist ein sechs Meter hoher Turm aus Cortén-Stahl, in dessen Mitte ein mächtiger ungeschälter Baumstamm ohne Wurzeln und Krone aufgehängt ist. Für die Skulptur setzte sich Plessi mit der Naturgewalt auseinander, übrigens seine erste Freilicht-Skulptur überhaupt. Da wären weiter die vier überdimensionalen Kaffeekannen von Aldo Rossi oder der „Parksitzer", eine der seltenen Skulpturen des Malers Roger Selden, „Der gestürzte Engel" und die Zwölftafel-Skulptur „Ikarus" des russischen Malers und Bildhauers Alexander Burganov, der minimalistische „Tormann" von Trak Wendisch oder der abstrakt, üppige Frauenakt „Manola" von Miguel Berrocal und und und – sie alle zeugen von der kulturellen Kompetenz bei sieger design.