Design | Dornbracht

Technique that makes sense

Entwicklung der Armaturentechnologie ATT mit hohem Innovations- und Mehrwert

Ambiance Tuning Technique, kurz ATT genannt, integriert innovative Funktionen und regenerative Anwendungen auf elektronischer Basis in das Bad und den Spa-Bereich. Die Neuentwicklung aus 2010 ermöglicht erstmals vorprogrammierte und individuelle Szenarien in der Dusche, die auf verschiedenen Wasserdarreichungsformen beruhen. Das Armaturensystem wurde von sieger design für Dornbracht konzipiert und gestaltet.

Technologien machen unser Leben einfacher und erlebnisreicher. Wohl gerade deshalb sind sie in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen nicht mehr wegzudenken. Auch elektronische Sanitärarmaturen haben sich insbesondere aus hygienischen Gründen im öffentlichen Bereich, zum Beispiel auf Raststätten oder im Krankenhaus, etabliert. Das Programm Ambiance Tuning Technique geht über diese Entwicklungen hinaus.

ATT lässt sich als klassische Armatur oder für Dusch-Szenarien verwenden. Zum Elektronikkonzept gehören mehrere Auslaufstellen, die einzeln oder gesammelt angesteuert werden. Wie in einem Orchester „spielen“ die Teilkräfte im vordefinierten oder frei wählbaren Wechsel. Dabei lassen sich Wasserstrahlarten und deren Zusammenspiel je nach Menge, Stärke und Temperatur individuell dirigieren oder automatisch über drei vorprogrammierte Choreografien nutzen. Die Szenarien Balancing, Energizing und De-Stressing wurden als voreingestellte Kompositionen entwickelt. Drei zentrale Komponenten – das Bedienpanel eTool, das Ventil eValve und der eSwitch zur Stromversorgung und Kommunikation – interagieren miteinander und managen so das gesamte Ensemble. In der offenen Systemarchitektur wird die Armatur selbst zu einem Interface, das heißt zu einer Schnittstelle, die Wassernutzungsoptionen in der Dusche erweitert. Ein Indikator dafür, dass ATT längst nicht nur etwas für „Technik-Freaks“ ist. „Elektronik im Bad hat nur dann eine Berechtigung, wenn eine zunehmende Komplexität an Funktionen und Anwendungen reduziert wird. Bei Ambiance Tuning Technique werden viele manuelle Handgriffe durch eine einfache wie intuitive Steuerung ersetzt, gleichzeitig aber auch mehr Möglichkeiten in der Wassernutzung erzielt“, erläutert Benedikt Sauerland, Mitglied der Geschäftsführung von sieger design.

Der praktische wie emotionale Mehrwert der Armatur ist hoch. Die individuellen Badrituale und -erlebnisse berühren die menschliche Psyche, können gesundheitsfördernd wirken und bereichern in jedem Fall die Lebensqualität. In der Entwicklung stand neben diesen Faktoren auch die komfortable Bedienung durch eine ergonomische Gestaltung im Vordergrund. Hierbei beschäftigte sich die Agentur mit unterschiedlichen Fragen: Welche Bedienelemente sind notwendig? Welche lassen sich reduzieren? Welche Displaysteuerungen sind grundsätzlich denkbar? Es galt, auch die widrigen Rahmenbedingungen in der Dusche wie schlechte Sicht und seifige Finger einzubeziehen. Diese Parameter zu berücksichtigen, auf eine angenehme Haptik zu achten, ohne auf Ästhetik zu verzichten, waren neben der technologischen Umsetzung zentrale Herausforderungen für die Kooperationspartner. Ein Regler, wie man ihn von Stereoanlagen kennt, und eine Beleuchtung als nützliche wie sinnliche Komponente, garantieren eine leichte Handhabung. Die Lichtaura in den zwei Farben zeigt dem Anwender, ob er gerade Menge oder Temperatur bedient. Ganzheitlich wird so eine optimale taktile Steuerung und visuelle Wahrnehmung garantiert.

Das Design ist minimalistisch, da sich die technologischen Komponenten hinter der Wand verbergen. Ein harmonisches Gesamtbild entsteht durch das Layout bzw. die Anordnung der einzelnen sichtbaren Elemente. Der modulare Aufbau und das klare Basismaß im 60 x 60 mm Raster sind bereits bekannt, da sie den Balance Modules zugrunde liegen. Nicht nur hier konnte sieger design auf bestehendes Wissen und Erfahrungen aufbauen. ATT führt die Elektronikkonzepte der eMote und des Rainsky E weiter, die seit 2001 und 2004 zur wegweisenden Produktwelt des Unternehmens Dornbracht gehören.

Picture Copyright: Dornbracht
Photography: Wolfram Buck, Thomas Popinger
Communication Concept, Creation and Architecture for Dornbracht: Meiré und Meiré