Design | Dornbracht

Providing individual experiences

Ein Bad, viele Anwendungen – mit der neuen Programmatik lassen sich Handlungsräume individuell gestalten

Die Funktion, nicht das Design steht im Vordergrund – genau dieser Fokussierung folgt das innovative modulare Konzept „Personal needs, individual spaces“ 2013. So definierten sieger design und Dornbracht eine Zonen-Architektur für das Bad, um individuelle Prozesse zu unterstützen. Dabei sind die neuen, speziell funktionsorientierten Auslassstellen von ihren Bedienelementen getrennt – gleich, ob diese mechanisch oder elektronisch gesteuert werden.

Jeder Mensch nutzt und genießt die Zeit im Bad anders. Je nach Geschlecht, der familiären Situation oder auch des Tagesablaufs variieren die Handlungen. Wie aber lassen sich Lösungen für diese verschiedenen Bedürfnisse noch besser in ein Raumkonzept integrieren, um einzelne Rituale zu ermöglichen?

Ist der Wunsch nach Individualität auch grundsätzlich kein neuer Trend im Baddesign, beschäftigten sich Dornbracht und sieger design nun mit einem neuen Themenansatz. Am Anfang der Konzeption stand eine umfangreiche, auf realen Erfahrungen beruhende Marktrecherche, was Nutzer in Bädern tun und welche Wünsche und Bedürfnisse sie leiten – sei es zur Hygiene, für die Schönheit oder für das Wohlbefinden. Denn das Raumverständnis im Bad hat sich längst erweitert. Es ist gleichzeitig Private Spa und Fitnessbereich, unterstützt Physis wie Psyche des Menschen und stellt immer mehr gesundheitsfördernde Ziele in den Vordergrund.

„Personal needs, individual spaces“ zeigt, wie die verschiedenen Handlungsräume funktional gestaltet werden können. So lassen sich mehrere Anwendungsmöglichkeiten vereinen und dafür bestehende Produkte oder die neuen spezialisierten Auslassstellen, die sieger design bewusst filigran und zurücknehmend gestaltete, für die Zonen „Cleansing“, „Showering“, „Bathing“ und „Foot Bathing“ verwenden. Diese funktionsoptimierten Auslassstellen gestaltete sieger design bewusst filigran und zurücknehmend. Zylindrische Körper, die minimalistisch, auf Wunsch ohne Rosette, aus dem Waschtisch oder der Badewanne führen. So wurde zum einen ein stationärer Auslauf, der mit drehbarem Perlatorstrahl um 180 Grad geschwenkt werden kann, entworfen. In zwei Höhen erhältlich, lässt er sich optimal für eine Munddusche verwenden. Zum anderen gibt es eine flexible, herausziehbare Brause mit ummanteltem Textilschlauch. Hier spielen die Mobilisierung und die Verortung der Auslassstelle, die unabhängig von der mechanischen oder elektronischen Bedienung erfolgt, eine entscheidende Rolle. Frauen, die zum Beispiel ihre Haare häufig am Waschtisch pflegen, positionieren die Brause je nach Handführung rechts oder links.

Das Programm wird durch einen schwenkbaren Bidet-Auslauf sowie ein Gießrohr mit laminarem Strahl ergänzt, das sich dank seines thermisch entkoppelten Griffs einfach und sicher beim Fußbaden führen lässt. Wechselwarme Teilkörperduschen oder Kniegüsse sind nachweislich förderlich für die Durchblutung, regen den Stoffwechsel und den Kreislauf an. Mittels Szenarien des Smart Water Konzepts können diese Anwendungen auch automatisiert werden.

Picture Copyright: Dornbracht
Photography: Stephan Abry
Communication Concept, Creation and Architecture for Dornbracht: Meiré und Meiré

 

ISH innovations magazine 2013 (PDF)